In Zeiten der totalen Überbevölkerung der Erde ist es höchste Zeit uns zu fragen, wie gehen wir mit den Wildtieren um und welche Bedeutung haben sie für uns. Schauen wir uns die Fernsehprogramme an oder die Liste an Büchern zum Thema Tiere, erscheint alles in bester Ordnung. Alle paar Meter gibt es einen Tierschutzverein, und etliche Organisationen versprechen das Tierwohl. Überall sehen wir Frauchen und Herrchen, die Ihre Hunde ausführen und in jedem Supermarkt ist das Menüangebot für Bellos und Muschis fast größer wie für die Zweibeiner.

Das Fernsehen berieselt uns reichlich mit Berichten über die Tierwelt aus aller Welt, selbst die Bücher dazu werden noch leidlich gelesen. Auch der Gesetzgeber hat sich der Rechte der Tiere angenommen, sie sind keine Sache mehr.

Hier könnte ich eigentlich Schluss machen, es sieht ja alles bestens aus.



Leider sieht es in Wahrheit überhaupt nicht so gut aus mit der Zukunft der meisten Wildtiere auf unserem Planeten. Kommerz, aber auch Gedankenlosigkeit drängt die meisten Tierarten an den Rand des Aussterbens oder darüber hinaus. Nach aktuellem Stand sind über ein Fünftel aller Wirbeltiere und über ein Viertel aller Nichtwirbeltiere akut vom Verschwinden von der Erde bedroht.

So bedrohlich diese Zahlen auch sind, sie sind erst der Anfang.

So mancher wird sich sagen „was juckt es mich, wenn Maus Soundso und Mücke irgendwas von der Erde verschwinden“.

Es sollte uns alle jucken, unser Überleben als Menschen hängt von sehr vielen Tierarten ab. Sei es als Fleischlieferant oder als Bestäuber unserer Nutzpflanzen.

Auch die Medizin ist auf eine hohe Biodiversität (Vielfalt des pflanzlichen und tierischen Lebens) angewiesen. Noch viele Wirkstoffe in Pflanzen und Tieren harren ihrer Entdeckung. Zum Beispiel wurden wirksame Substanzen gegen Krebs in Skorpion und Schlangengiften nachgewiesen. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Leider wird vieles für uns vielleicht Überlebenswichtigem vor der Entdeckung von der Erde verschwunden sein.

Von einer lebenswerten Umwelt ganz zu schweigen. Wie arm wäre unser Leben ohne Vögel, Schmetterlinge und die ganzen Säugetiere.



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