Artenschutz in der Sack­gasse Kurt Orth Copyright © 2016 Kurt Orth 35321 Laubach www.kurtorth.de All rights reserved. ISBN: ISBN-13:978-1537766256 ISBN-10: 1537766252

Zu diesem Buch Anhand dieses Buches möchte ich den Leser über die Hoffnungslosigkeit des Nationalen wie Internationalen Artenschutzes informieren. Vielleicht sehe ich ja auch zu schwarz. Dann soll es ein Denkanstoß für den an unserer Natur und ihrer Tierwelt Interessierten sein.

Kreuzotter und Artenschutz

Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) 5 2 Die Situation in Deutsch­land 11 3 Nationalpark Bayerischer Wald 11 4 Nationalpark Wattenmeer 13 5 Die Naturschutzgebiete 14 6 Der spezielle Schutz der Wild­tiere 15 7 Der Artenschutz im Bewusst­sein der Bevölkerung. 19 „Grüne kritisieren Abschuss von Haustieren 27 8 Die weltweiten Probleme 32 Galapagos 32 Madagaskar 34 Neuseeland 35 9 Der Regenwald 36 Was sind die Ursachen? 38 Die Wüsten 40 11 Gibt es noch Hoffnung 42

1 Einleitung Die Begriffe Artenschutz und Biologische Vielfalt erscheinen mit schöner Regelmäßigkeit in Regie­rungserklärungen, Zeitungsartikeln oder in Fernsehberichten. Offen­sichtlich werden diese Sachverhalte in Bevölkerung und Politik sehr ernst genommen, oder etwa nicht? Auch von den Vereinten Nationen und unserer Regierung wird die Biolo­gische Vielfalt offensichtlich sehr ernst genommen, zumindest was die Theorie betrifft. Das Bundeskabinett hat eine Stra­tegie zur biologischen Vielfalt verabschiedet. Im Jahr 2010 haben die Vereinten Nationen das Jahr­zehnt 2011 – 2020 zur Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Unter dem Begriff versteht man die Vielfältigkeit des pflanzlichen und tierischen Lebens auf der Erde. Dabei ist ebenfalls die genetische Vielfalt der einzelnen Arten von existentieller Bedeutung. Das Wort „Vielfalt“ ist heutzutage in aller Munde und wird schon inflationär gebraucht oder besser missbraucht. Vermutlich weiß keine der Gruppierungen mehr genau, was es damit auf sich hat, oder wie wichtig diese ominöse Vielfalt für uns oder für das Leben auf der Erde wirklich ist. Vermutlich alle, welche diesen Begriff verwenden, verstehen darunter den Ist-Zustand, wie er augenblicklich in Tier- und Pflanzenleben herrscht. Tatsächlich ist dieser Ist-Zustand für das Überleben der Menschen immens wichtig, aber nicht so über lebenswichtig wie es Naturschutzorganisationen oder manche Parteien glauben machen wollen.

Schon mehrfach in der Erdgeschichte wurde diese Vielfalt durch ver­schiedene Ereignisse dramatisch reduziert und stand im Perm, vor 245 Millionen Jahren, durch einen Meteoriteneinschlag ganz knapp vor der totalen Vernichtung allen hö­heren Lebens auf der Erde. Aber immer wieder haben sich anpas­sungsfähige Arten behauptet und für neues, vielfältiges Leben auf der Erde gesorgt. Allerdings dauerte diese Erholung der Vielfalt oft bis zu über 100 Millionen Jahre. Warum also sollte der Mensch, der durch seine einzigartige Intelli­genz und Anpassungsfähigkeit schon die verheerende Eiszeit überstanden hat, bei einem zu erwartenden ra­piden Artenschwund mit vernichtet werden? Die Frage ist weniger die Vernich­tung allen menschlichen Lebens, als den Erhalt eines lebenswerten Le­bens, wie wir es heute kennen. Wie wichtig ist uns die Natur mit allen Tier- und Pflanzenarten? Können wir uns überhaupt eine merklich reduzierte Vielfalt in unserer Umwelt vorstellen? Wird über die Vielfalt in der Natur gesprochen, denkt fast jeder an so augenscheinliche Arten wie Wale, Elefanten oder große Raubkatzen. Die wirkliche Vielfalt ist aber nicht so schnell zu entdecken. Milliarden von winzigen und kaum sichtbaren Lebewesen bevölkern von der Erde bis in die Luft unseren Planeten und machen die wirkliche Vielfalt des irdischen Lebens aus. Eine Schubkarre Walderde enthält mehr Arten wie alle Savannen der Erde an Großtieren zu bieten haben. Bei oben genannter Walderde hätten Forscher Jahre mit der Klassifi­zierung der einzelnen Organismen zu tun. Das macht auch die Lebensge­meinschaft Urwald so angreifbar. Das eng verzahnte Lebensgefüge dieses Lebensraumes ist nach einer Vernichtung nur über immens lange Zeiträume in der Lage sich zu regenerieren.

Das entscheidende Problem bei der Erhaltung der momentanen Arten­vielfalt ist die Verteilung der Artenmenge auf der Erde und dem Interesse von Bevölkerung und Politik an deren Erhaltung. Während im vergleichsweise artenarmen Europa die Erkenntnis und Bereitschaft zur Erhaltung der Natur und ihrer Vielfalt wächst, steht in den artenreichen Gebieten wie Südamerika, Asien und Zentralafrika der Profit weit im Vordergrund. Startseite