Haltung und Zucht von Parabuthus transvaalicus



Seit dem 20.02.2000 halte ich Parabuthus transvaalicus und bin von diesem Buthiden begeistert. Aufgrund von Berichten über das Kannibalische Verhalten der meisten Skorpione hielt ich die Tiere die erste Zeit getrennt. Nach einigen Wochen setzte ich eines meiner Männchen zu dem größten Weibchen. Die ersten Wochen verhielten sich die Tiere absolut neutral zueinander, das heißt , sie ignorierten sich regelrecht. Nachdem sich die Skorpione zwei Wochen nicht mehr sehen ließen habe ich den Stein unter dem das Weibchen sein Versteck hatte vorsichtig angehoben. Das Weibchen war frisch gehäutet und ihr Mann lag dicht an sie geschmiegt daneben und passte auf, dass Ihr niemand etwas tat. Dieses Verhalten habe ich später in der ganzen Gruppe wiederholt beobachten können. Offensichtlich sind nicht nur die Arten der Pandinusgruppe soziale Räuber. Nach fünf Monaten und einer enormen Gewichtszuname war das Weibchen eines Tages über und über mit Larven bedeckt.

Nach der ersten Häutung der Jungskorpione stellte ich fest, dass sie 125 Junge bekommen hatte. Einige Tage später stellte sich auch bei den beiden anderen Weibchen Nachwuchs ein, allerdings bei weitem nicht so viel. Ermutigt durch die Verträglichkeit der beiden Tiere habe ich dann die gesamte Gruppe aus drei Weibchen und zwei Männchen zusammengesetzt.

Bis heute konnte ich unter den Tieren noch keine Aggressivität feststellen. Die Nachzuchttiere habe ich zum Teil in Gruppen, zum Teil einzeln aufgezogen. Bei der Gruppenaufzucht kam es ganz selten zu Kannibalismus. Das Wachstum der Jungskorpione ist nicht so schnell wie bei Pandinus imperator und auch um einiges geringer wie bei Androctonus australis. Wenn die Jungtiere etwas aufgebläht wirken steht die Häutung unmittelbar bevor. Dann müssen Temperatur und Substratfeuchte vorsichtig erhöht werden, damit die kleinen diese Prozedur ohne Schwierigkeiten überstehen.

Über den Winter habe ich die Temperaturen bis auf fünf Grad gesengt und erhöhe sie im Moment wieder auf die vorherigen Werte von 30 bis 35 Grad. Bei dieser Haltung gelingt die Aufzucht der Jungen ohne nennenswerte Ausfälle. Bei der Fütterung muss man sich einige Zurückhaltung auferlegen, da die Tier leicht verfetten und an den Folgen sterben können. Wie bei einigen anderen Arten erreichen auch hier die Nachzuchttiere nicht die Größe der Importtiere, über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Eventuell werden die Jungskorpione zu gut gefüttert und erreichen infolgedessen das Adultstadium zu früh.

Startseite