Einfluss der Katzen


Der Vogelmord in Südeuropa und in Deutschland immer wieder wird in emotionalen Berichten die Jagd auf Vögel in einigen Ländern Südeuropas angeprangert. Offensichtlich leben wir hier in der Mitte Europas in einer Insel von Vernunft und Tierliebe. Erstaunlich ist nur die rasante Abnahme unserer Wildtiere, besonders im Bereich menschlicher Siedlungen. Wo liegen dafür die Ursachen? Der Hauptgrund liegt sicherlich im Verbrauch von Natur durch menschliche Siedlungen und Industriegebiete.

Da aber unsere Gesellschaft ohne eine zumindest gleich bleibende Bevölkerungszahl offensichtlich nicht funktioniert, müssen wir unser Augenmerkuf die anderen Faktoren wenden. Großen Einfluss hat sicher der ständige Besuch von Naturliebenden Menschen in den Lebensräumen der Tiere und die damit einhergehende Beunruhigung. Ein sehr großer Eingriff in das Leben der Wildtiere geht aber von der Hauskatze aus. Diese Räuber dürfen sich in unserer Natur nahezu uneingeschränkt bewegen und ihre Mordlust austoben. Ob das natürliches Verhalten und Instinkt ist, für den Natur- und Artenschutz spielt das keine Rolle. Einen Mörder oder Vergewaltiger lässt man seinen inneren Zwang ja auch nicht ausleben.

Das Geschrei der Katzenhalter, die bösen Jäger würden jede Katze am Rand von Siedlungen niederknallen, entspricht keinesfalls der Realität. Immerhin musste ein Tierfilmer, der dieses Geschehen dokumentieren wollte, selbst zur Flinte greifen. In den Hochwildjagden sieht kein Jäger einen Grund auf eine Katze zu schießen und in den meisten Niederwildjagden wagt es kein Jäger mehr das ihm anvertraute Wild zu schützen, er weiß welchen Ärger das nach sich ziehen kann. Die meisten Katzenhalter verneinen einfach die hohen Opfer, die die Katzen in der Natur fordern. Da wird von alten und kranken Vögeln fabuliert, unsere Vogelwelt müsste bei den hohen Katzenopferzahlen total vergreißt sein.

Der Einfluss der Katzen auf die Vogelwelt In den USA wurde über 50 Jahre lang das Jagdverhalten von Hauskatzen in freier Natur beobachtet. Es zeigte sich, dass sie zu etwa 70 Prozent kleine Säugetiere wie Mäuse töten. Singvögel machen einen Anteil von 20 Prozent am Beutespektrum aus; die restlichen zehn Prozent setzen sich aus weiteren Kleintierarten zusammen. Außerdem zeigte diese Studie, dass einige besonders geschickt jagende Hauskatzen über 1000 Tiere pro Jahr in der Natur erbeuteten. Katzen, die in Städten leben, bringen es immerhin auf durchschnittlich 14 getötete Wildtiere innerhalb eines Jahres; in ländlichen Gegenden kann sich die Zahl der Beutetiere leicht auf einige hundert belaufen. Die Zahlen aus Amerika lassen sich nicht ganz auf Deutschland übertragen, denn hier sind die Verhältnisse durch die wesentlich dichtere Besiedlung noch viel schlimmer.

Bei vielen Millionen Katzen in Deutschland muss man von weit über 50 Millionen getöteter Vögel pro Jahr ausgehen. Dazu kommen noch unzählig viele Eidechsen und andere Kleintiere als sinnlose Opfer. Von den Katzenhaltern werden diese Verhältnisse nicht beachtet, für Sie zählt nur der hemmungslose Bewegungsdrang ihrer Idole. Die Politik hält sich bewusst zurück, will man doch potentielle Wähler nicht verärgern. Selbst an einen Glöckchenzwang wagt kein Politiker zu denken, doch damit wäre vielen potentiellen Opfern sehr geholfen. So wird Deutschland auch in Zukunft in punkto Vogelmord eine Spitzenreiterstellung einnehmen und hier hat absolut niemand das recht mit dem Zeigefinger nach Südeuropa zu zeigen.

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