Tierhaltung


Der BSE-Skandal zeigt uns deutlich, auf welchen Irrwegen Politik und Landwirtschaft seit vielen Jahren wandeln. Die Politik unterstützt einseitig die Massentierhaltung und alternative Wege werden mit zum Teil unsinnigen Vorschriften blockiert. Die Nachfrage nach Wild steigt ständig und der heimische Markt ist schon lange nicht mehr in der Lage, diese Nachfrage zu einem wesentlichen Teil zu decken. Haltungsvorschriften, welche jeder Praxis widersprechen machen die Zucht von den meisten Wildarten für den Landwirt unmöglich.

Zum Beispiel wird für Rotwild eine bestimmte Waldfläche pro Tier vorgeschrieben, obwohl diese Tiere von Natur aus überhaupt keine Waldbewohner sind. Nur durch die menschliche Besiedlung sind die Hirsche in den Wald verdrängt worden, in dem sie keine optimalen Lebensgrundlagen finden. Natürlich sollen diese Tiere nicht unter Bedingungen gehalten werden, die ihren Bedürfnissen widersprechen. Aber das Gleiche muss auch für unsere ursprünglichen Haustiere gelten. Es ist unsinnig Haustiere und Wildtiere bei der Haltung zu differenzieren, da auch unsere jetzigen Haustiere von Wildtieren abstammen.

Die Haltung von dutzenden Rindern oder Schweinen in einem muffigen Stall ist für diese Tiere bestimmt nicht artgerecht. Wir müssen unsere Mitgeschöpfe als Partner auf dieser Welt begreifen und dürfen sie nicht länger als reines Produkt behandeln. Schweine, Rinder und Hühner müssen die Möglichkeit des Auslaufes genau so haben wie es bei der Wildhaltung gefordert wird.

Jedes Tier hat das Recht, die Lebensspanne die ihm vergönnt ist unter den bestmöglichen Bedingungen zu leben. Eine willkürliche Trennung in Nutztiere und Wildtiere wird beiden Gruppen nicht gerecht und ist reine Alibifunktion.

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