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Informationen zum Artenschutz und zur Kreuzotter
Mit umfangreichen Texten zur Haltung von Terrarien Tieren
Meine Buecher kurz vorgestellt

Artenschutz

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Kurt Orth

Meine Buecher

Aktuell: reisefieber, Die Vierstreifennatter, Verlorene Vielfalt, Susi oder eine Hand voll Glueck, Invasion aus unserer Welt, Mein Leben mit der Kreuzotter, Europaeische Schlangen, Tiere mein Leben, Artenschutz-in-der-Sackgasse Jagd-mit-den-Augen-eines-Nichtjaegers

Über mich

Im Laufe meines Lebens wurde ich durch permanentes Beobachten immer vertrauter mit dem Leben der Tiere und ihren Bedürfnissen. Leider musste ich in dieser Zeit auch erkennen, dass die Bedingungen für die Wildtiere immer schwieriger wurden. Dadurch wurde ich schon bald zum bekennenden Artenschützer. In meinen jungen Jahren hatte ich noch die Illusion, einiges zum Überleben der bedrohten Arten beitragen zu können. Schon bald habe ich mich daher dem Schutz der Kreuzotter und auch ihrer Zucht gewidmet. Wie so viele heute, glaubte ich auch damals, durch erfolgreiche Nachzucht zum Erhalt der Art beitragen zu können. Die Kreuzotternhaltung steckte noch in den Kinderschuhen und ich hatte niemanden, den ich fragen konnte. Dessen ungeachtet hatte ich jedoch sehr schnell grosse Erfolge bei der Zucht der Kreuzotter. Dadurch habe ich zumindest Kreuzottern für die Haltung im Terrarium anbieten können. Durch dieses Angebot wurde vielleicht die eine oder andere Kreuzotter weniger der Wildnis entnommen. Zur Auswilderung ist die Nachzucht der Kreuzotter und anderer bedrohter Reptilien noch nicht geeignet. Die Tiere verschwinden nicht ohne Grund aus ihrem Lebensraum. Die ausgewilderten Kreuzottern würden das gleiche Schicksal ereilen. Die Bedrohungen sind einfach zu vielfältig, nicht ohne Grund sind sie in Bayern innerhalb von vierzig Jahren um achtzig Prozent zurückgegangen. Anders sieht es beim Feuersalamander aus. Durch eine eingeschleppte Pilzerkrankung ist das Überleben der Art akut gefährdet. Nachgezüchtete Feuersalamander können nach dem Abklingen der Infektion die erloschenen Bestände wieder aufbauen. Man kann bei der Erhaltungszucht nicht alle Arten und Ursachen über einen Kamm scheren. Schon in der Vergangenheit wurden einige Arten wie Bison, Wisent und etliche andere Arten durch Erhaltungszucht gerettet. Dazu müssen jedoch erst die Ursachen, die zum Verschwinden führten, beseitigt werden. So muss in der Zukunft die Kreuzotter vor allem durch den Erhalt ihrer Lebensräume, dem Schutz vor ihren Feinden und einem Umdenken der Bevölkerung geschützt werden. Erst dann kann man an das Auswildern von nachgezüchteten Kreuzottern denken. Zur Zeit findet weltweit durch den Einfluss des Menschen ein gewaltiges Artensterben statt. Durch die Vernichtung der Lebensräume, die weltweite Verbreitung invasiver Arten und direkte Verfolgung steuern immer mehr Tier- und Pflanzenarten ihrem Untergang entgegen. Für das Überleben der Menschheit ist es immens wichtig, dieses globale Artensterben zu stoppen. Wir wissen heute noch nicht, welche Ressourcen für unser Überleben mit den Tier- und Pflanzenarten verloren gehen. Das Leben auf der Erde wird des ungeachtet weitergehen. Schon mehrfach in der Erdgeschichte wurde diese Vielfalt des Lebens durch verschiedene Ereignisse dramatisch reduziert und stand im Perm, vor 245 Millionen Jahren, durch einen Meteoriteneinschlag ganz knapp vor der totalen Vernichtung allen höheren Lebens auf der Erde. Aber immer wieder haben sich anpassungsfähige Arten behauptet und für neues, vielfältiges Leben auf der Erde gesorgt. Allerdings dauerte diese Erholung der Vielfalt oft bis zu über 100 Millionen Jahre. Die Menschheit wird das nicht mehr interessieren, dann ist sie schon lange Geschichte. Wollen wir die Vielfalt bewahren, dürfen in Zukunft nicht nur die Publikumslieblinge wie Wale, Eisbären, Pandabären und Giraffen geschützt werden. Das Leben auf der Erde ist so vielfältig und muss in seiner Gesamtheit geschützt werden. Nur dann erleben unsere Enkel und Urenkel ein vielfältiges und interessantes Leben auf der Erde.

Die Kreuzotter

Einheimische Kreuzottern gelten gemeinhin als nicht einfache Terrarienpfleglinge und werden entsprechend selten gehalten oder angeboten. Die Gründe für diesen Ruf sind zum einen negative Erfahrungen bei Haltungsversuchen von Wildfängen und eine gewisse Geringschätzung von Seiten vieler Terrarianer gegenüber allen "nur" einheimischen Arten. Dabei ist die Kreuzotter in all ihren Färbungs- und Zeichnungsvariationen (s. a. Brodmann 1987) und ihrem Verhalten ein ausserordentlich interessanter Terrarienpflegling. Seit etwa fünfundvierzig Jahren pflege ich Schlangen und habe dabei weit über dreissig Arten mehr oder weniger lange gehalten und meist auch gezüchtet, doch die Kreuzotter ist meine Lieblingsschlange geblieben. Im Gegensatz zu den meisten Nattern ist die Kreuzotter im Terrarium den ganzen Tag aktiv und nervt auch nicht durch unberechenbare Pausen bei der Nahrungsaufnahme. Im Verlauf von über zwanzig Jahren Haltung und Nachzucht bis zur F4 Generation dieser Art habe ich nur gute Erfahrungen bei der Pflege und Zucht dieser Reptilien gemacht. Doch haben mir die zunehmenden Schwierigkeiten durch Behörden das Interesse an der Zucht verleidet. Wenn man Monate auf eine Vermarktungsgenehmigung warten muss, ist die ordnungsgemässe Pflege von vierzig oder fünfzig Jungvipern neben den erwachsenen Tieren nicht mehr zu schaffen. Lediglich die Haltung von Reptilien wird von unseren Verwaltungen und vielen Gruppierungen noch akzeptiert, die Zucht passt nicht ins ideologische Konzept und muss unterbunden werden. Ein verantwortungsvoller Terrarianer, der erfolgreich züchtet, gibt kein gutes Negativbeispiel ab.

Haltung der Kreuzottern:

Terrarium: Das Terrarium muss stets verschiedene Temperaturbereiche aufweisen, um den Vipern für Ruhe, Verdauung und Aktivität immer den bevorzugten Platz zu bieten (s. a. Schiemenz 1987, Orth 1992). Die Kreuzotter ist trotz ihrer enormen Widerstandskraft gegen niedrige Temperaturen sehr wärmebedürftig und verbringt die ersten Stunden des Tages unter einem Strahler. Für die notwendige Luftfeuchtigkeit und das Wohlbefinden der Schlangen ist eine Bepflanzung des Behälters vorteilhaft, erschwert aber die notwendige Hygiene. Man muss hier das richtige Verhältnis ausprobieren, tägliches besprühen ist ein Muss. In einem Terrarium von 120 x 50 x 50 cm (LBH) kann man gut 1,2 oder 2,2 erwachsene Tiere unterbringen. Auf eine ausreichende Belüftung des Behälters ist unbedingt zu achten, sie ist neben hoher Luftfeuchtigkeit und Strahlungswärme ein Hauptkriterium zur erfolgreichen Pflege dieser Viper. Die Lüftungsgitter dürfen sich auf keinen Fall lediglich auf der Oberseite des Terrariums befinden, sondern müssen mindestens eine Seitenfläche mit umfassen. Ansonsten bildet sich zwangsläufig Stickluft, die auf Dauer zum Tode der Schlangen führt. Bei ausreichender Sorgfalt und genauem Beobachten der Tiere ist die Terrarienhaltung der Kreuzotter kein Hexenwerk. Das Alter von 18 Jahren einer meiner Kreuzottern belegt das sehr deutlich.
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